Free Hand review by Chris (German)

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This German-language review of the 2012 Deluxe Edition was contributed by "Chris."

Die Bezeichnung Deluxe-Edition ist durchaus treffend. Die CD/DVD im Doppeljewelcase liegt in einem Pappschuber. Es liegt ein 16 seitiges Booklet mit Texten,Bildern (die zwar keine Raritäten, aber im Zeitkontext korrekt gewählt sind), sowie Stellungnahmen der Bandmitglieder (ausser Gary Green~Rache für die Three Friends?) bei. Das Originalartwork ist treffend wiedergegeben und wird an verschiedenen Stellen variiert. Diesem Coverkonzept ist anzumerken, dass sich hier jemand Mühe gegeben hat, der sich mit der Materie auskannte.

Das DVD-Authoring stammt von Isonic/Ray Schulman, der ja bekanntermassen auch schon auf der gleichen Baustelle für die Genesis-Boxsets gearbeitet hat. Es nimmt deshalb nicht wunder, dass das digitale Erscheinungsbild der DVD dem der Genesis-DvDs sehr ähnlich ist. Nach dem Firmenlogo(Crysalis) erscheint das Cover mit Menu, untemalt durch Freehand- Fingerschnippsen. Im Menu stehen dann DTS, DD und ein "analoger-Stereomix" zur Auswahl!

Die CD scheint mir den etwa 2 Jahre alten Remaster-mix wiederzugeben, der bereits für die Alucard-Editions verwandt wurde. Ich mache das an zwei Fehlern fest, die bereits in dieser Ausgabe vorhanden waren, auf älteren Editionen allerdings nicht: In On Reflection nach dem Ende des Chores, zu Beginn des Gitarrensolos ist das Anlaufen eines beim Mix zugeschalteten Bandlaufwerkes zu hören . Desweiteren sind die 16tel auf der HiHat seltsam verzerrt. Schade, daß dieser Fehler nicht korrigiert wurde.

Der Quad (4.1) Mix, das Sahnehäubchen ! 4.1 heisst hier: der Center-Lautsprecher bleibt stumm. Der Mix stammt aus dem Jahre 1975 und wurde lediglich digitalisiert. Dennoch übertrifft er meine kühnsten Erwartungen.Gerade, da hier sehr dezent gearbeitet wurde. Auf reisserische, durch den Raum hüpfende Effekte wurde verzichtet. Es wird einfach der erweiterte Raum genutzt, um die Musik differenzierter darzustellen. Und tatsächlich: Es ist manches zu hören, was in Stereo verborgen bleibt! Herausragende Momente sind

  1. On Reflection- Der vielstimmige Chor ist jetzt so im Raum, dass man tatsächlich alle fünf Sänger klar identifizieren kann.
  2. Talybond: Hier schwappen die Percussions derart Elegant von hinten nach vorne und zurück, es ist alles so herrlich klar und wirklich liebevoll gemixt.Grosses Kino.

Fazit: Hier wird für 15 EUR eine Menge geboten! Ich wünsche mir nichts sehnlicher, als dass ich mit dieser Rezension den einen oder anderen GG-Skeptiker motivieren kann, dieser Band mal eine Chance zu geben. Man braucht sich garnicht so doll anstrengen, um Free Hand sehr zu mögen. Es ist die vielleicht leichteste und eingängigste Platte der Band und bleibt dennoch hochkomplex und enorm abwechsungsreich. Die Platte ist ein Abenteuer, das Ihr nie vergessen werdet.

Ich gebe für die Deluxe-Edition eine sehr deutliche Kaufempfehlung!

Für alle, die bis hier gelesen haben: Glückwunsch und Danke!